Das Wichtigste um ein großartiger Fotograf zu werden
::: Shoot that Shit! :::

Shoot.

Shoot everyday.

Shoot everything.

Shoot all the time.

Diese Wörter las ich kürzlich auf dem hervorragenden Blog von Heather Morton. Er sagt, dass man so viel shooten sollte wie möglich. So kommen zwar auch miese Bilder bei raus – aber das ist egal. Man lernt schließlich bei diesem Prozess und wird besser.

Wer schon mal über meine Homepage gestolpert ist sieht, dass ich eine klare Linie im Fotobereich verfolge – Sex, Drugs & RocknRoll Icon Wink in Das Wichtigste um ein großartiger Fotograf zu werden<br>::: Shoot that Shit! ::: . Trotzdem mache ich eine Menge anderer Bilder von Dingen die mir über den Weg laufen, die mich ansprechen oder die ich sehenswert finde- Landschaften, Tiere, Architektur…

Diese Bilder verfolgen keinen kommerziellen oder anderen direkten Zweck. Die Tätigkeit an sich macht mir Spaß und einige Bilder mag ich sehr. Ich denke, dass man sein fotografisches Auge und seinen fotografischen Verstand dabei trainiert, was wiederum nützlich für andere Fotobereiche sein kann…

Denkt nicht in Schubladen. Shoot that shit!

Klo 1 in Das Wichtigste um ein großartiger Fotograf zu werden<br>::: Shoot that Shit! :::

NEIN! Dieses Bild gefällt mir auch nicht!!!
(Vor etwa 10 Jahren hatte ich bei einer Campingreise durch Südfrankreich ein kleine Foto-Serie über die Toilettenverhältnisse gemacht. Leider ist die ganze Serie nicht mehr auffindbar. )
Was mir gefällt – ist deine Reaktion darauf.

Thorsten Ott Video Tutorial
::: Fashion Lighting Techniques :::

Der in Seattle ansässige Fotograf Thorsten Ott kam vor einiger Zeit auf mich zu und fragte ob ich nicht Lust hätte sein Fashion & Glamour Lighting Video zu reviewen. Na klar! Ich schau mir gerne an wie professionelle Fotogs arbeiten – vor allem wenn sie schon knapp 30 Jahre im Biz sind und mich deren Bilder ansprechen.

Sein Lighting-Video geht in die Richtung der Video-Tutorials von Zack Arias, David Hobby und Joey L. Eine Priese von jedem der genannten Lightguys kann man wieder finden. Er benutzt hauptsächlich 1-2 Lichtquellen wie Zack Arias, baut günstige Lichtformer ala Strobist und erklärt ähnlich wie Joey L. seinen kompletten Produktionsablauf. Insgesamt eine gelungene Mischung, wenngleich (wie auch bei allen anderen aufgeführten Video-Eigenproduktionen) die videotechnischen Qualitäten (Rauschen, Aufbau etc.) etwas amateurhaft wirken. Dafür gibt es ein Plus an Persönlichkeit!

Thorsten Ott verrät auf nette und relaxte Art sein komplettes Rezept der Fashion- und Peoplefotografie. Kurze grundsätzliche Tipps zu Monitorkalibrierung, Graukartennutzung und Lichtmessung bis hin zur Erläuterung seiner teils selbst gebauten Lichtformer bilden den ersten Teil. Danach folgen viele Live-Shootings (und zwar 35 Lichtszenarios!), die zeigen wie man Herr über Licht und Dunkelheit wird. Das gezielte Kontrollieren mithilfe von Lichtformern und Abdunklern ist die Kernmessage. Nichts Ungewöhnliches für Fotografen, die sich etwas mit künstlichem Licht auseinander gesetzt haben. Das Besondere daran ist jedoch der persönliche Lichtstil, den Ott verfolgt, welcher seinen Bildern einen Wiedererkennungswert verleiht. Das Ganze realisiert er zudem mit einem kleinen Budget. Es muss nicht unbedingt Hensel oder Profoto sein, um Fashion zu fotografieren (wobei das zwei wirklich wundervolle Lichthersteller sind! Aber kaum bezahlbar für den Durchschnittsfotog). Sein preiswerter DIY Lichtformer “V-Bank” ist heutzutage wohl etwas in Vergessenheit geraten. Um jedoch ein tolles weiches Licht zu erzeugen kann ich mir gut eine Renaissance dieses Lichtformers vorstellen – besonders da alternative Lichtformer sonst seeeehr kostspielig sind.

Für 129$ kann das Tutorial-Video (inklusive ausdruckbaren Diagrammen, auf denen jedes Shootingszenario noch einmal zusammengefasst ist!) HIER herunter geladen werden. Ein echt fairer Preis und jedem zu empfehlen, der kommerziell Fashion/People fotografieren möchte. Aber auch Einsteiger und ambitionierte Lichttechniker werden auf ihre Kosten kommen, wenn sie interessiert an Otts Lichtstil sind. Schaut einfach mal auf seiner Homepage vorbei. In diesem Sinne Thorstens Comment: “Teaching and speaking with other photographers has always been a rewarding experience for me.”

Sei Intelligent
::: Sei Dumm :::

Eigentlich mache ich keine Werbung für Werbung, aber bei den Werbekampagnen der Modefirma DIESEL sehe ich mehr als nur Produktappetizer.

Alle Jahre wieder hauen sie (bzw. die entsprechende Agentur, in diesem Fall “ANOMALY”) kreative, ironische und stilvolle Kampagnen raus, die einer ganz bestimmten Firmenphilosophie entsprechen. Das aktuelle Werk hat den Titel “Be Stupid”. Auf den ersten Blick eine recht flache Äußerung, denn gibt es nicht schon genug Dummheit auf dieser Welt?

Ab in Sei Intelligent <br>:::  Sei Dumm  :::

Wenn man aber die Kampagnenmotive und das Webvideo (unbedingt anschauen!!) dazu sieht, wird einem bewusst, dass es nicht um eine Form von geistiger Beschränktheit, sondern um eine Form von geistiger Offenheit handelt. Im Grunde geht es um Kreation, das Unberechenbare und das Intuitive. Wie sagte schon Obi-Wan Kenobi: “Luke folge deinen Gefühlen!” (und ich meine jetzt nicht “PORN WARS”). Hätte Herr Skywalker jemals den Todesstern zerstört, wenn er vorher berechnet hätte wie wahrscheinlich seine Erfolgsquote ist? Spaß beiseite: es gibt genug reale Beispiele aus der Vergangenheit wo “Dummheiten” den Weg in neue Sphären geöffnet haben. Die Gebrüder Wright waren bescheuert genug zu glauben das der Mensch in der Lage ist zu fliegen. Wollte Kolumbus nicht eigentlich nach Indien?

Cd in Sei Intelligent <br>:::  Sei Dumm  :::

Aber auch heutzutage ist diese Thematik von Bedeutung. Oft kommt mir die Welt überversichert vor und die Menschen gehen die immergleichen starren Wege. Sie trauen sich nicht Dinge zu sagen oder zu tun, weil diese als ungewöhnlich gelten. Oft habe ich bei Gruppen-Brainstormings (um Ideen für Kampagnen oder Titel zu finden) erlebt, daß die Leute sich nicht gehen lassen können, da sie zu sehr an der Vernunft hängen. Da muß man auch mal “Haare am Popo Yeah” sagen können. Der Komiker John Cleese sagt es eloquenter: “Hohe Kreativität bedeutet zu reagieren, ohne darüber nachzudenken.” Wie wärs denn einfach mal ein Risiko einzugehen ohne das Resultat zu kennen. Natürlich sollte das Ganze gewisse Grenzen haben – niemand sollte dabei geschädigt werden. Das ist prinzipiell für alle Lebensbereiche interessant- vom Job bis hin zum Privaten.

Sicherlich kann man mit dieser Herangehensweise auch mal auf die Fresse fallen (sogar ziemlich hart wenn man z.B. versucht einen Cliffhanger über eine  Bürgersteig mit seinem Mountainbike zu praktizieren). Aber man hat es immerhin versucht und hat Grenzen kennen gelernt oder gelernt wie man es besser macht. Benjamin Franklin sagte: „Ich bin nie gescheitert, ich hatte nur 10.000 Ideen, die nicht funktionierten.“ Thomas Alva Edison sagte: „Von jeder der 200 Glühbirnen, die nicht funktionierten, habe ich etwas gelernt, das ich für den nächsten Versuch verwenden konnte.” Es gehört dazu Fehler zu machen. Wünsche und Träume nicht auszuprobieren, weil es ein Fehler sein könnte, ist wirklich dumm.

An open mind is the essence of intelligence. Be Stupid!

Ef in Sei Intelligent <br>:::  Sei Dumm  :::

“Wie man ein großartiger Fotograf wird” von Dr. Martina Mettner
::: zu viel Farbe, zu wenig Inhalt ? :::

Frau Dr. Martina Mettner hat kürzlich das Buch „Wie man ein großartiger Fotograf wird“ veröffentlicht. Dieser Titel verspricht so Einiges – also nach “Wie werde ich Millionär im Internet” und „Wie werde ich ein großartiger Liebhaber“ musste ich natürlich auch diesen Ratgeber meiner Sammlung hinzufügen Icon Wink in Wie man ein großartiger Fotograf wird  von Dr. Martina Mettner<br>::: zu viel Farbe, zu wenig Inhalt ? :::  .

Die  grafische Aufmachung des Buches hat mich leider stark enttäuscht. Das Buchcover ist komplett pink und mit einer hellgrünen Schrift versehen, dazu noch ein gelbes Lesezeichenband- diese Farben beißen sich (zu viel Farbe!) und passen auch inhaltlich kaum. Die Buchbindung und Coverseiten machen einen minderwertigen Eindruck, die Außenseiten wölben sich schon nach kurzer Benutzung. Auch typograpisch hat man kaum ein Fettnäpfchen ausgelassen. Die Fließtextschrift ist keine gute Leseschrift, Buchstaben-, Zeilenabstände und das Layout wirken unprofessionell. Wenngleich es Frau Dr. Mettner hauptsächlich um das Inhaltliche geht, kann ich nicht verstehen warum man hier keinen professionellen Grafik-Designer beauftragt hat (das Auge isst schließlich auch mit! ).Für einen Preis von knapp 30 Euro kriegt man sowas im Buchhandel selten zu Gesicht.

GRossartig in Wie man ein großartiger Fotograf wird  von Dr. Martina Mettner<br>::: zu viel Farbe, zu wenig Inhalt ? :::

Abgesehen von den grafischen Mängeln war ich inhaltlich doch sehr erfreut, mal ein aktuelles Fotobuch zu lesen, das nicht nur von Fototechnik handelt sondern das Konzept hinter dem Foto beleuchtet. Wichtig fand ich paradoxerweise den Bereich der Fototechnik. Die Fototechnik selbst und das fototechnische Wissen sind heutzutage jedem einfach zugänglich und nichts Besonderes mehr. Ob diese Wissensfreiheit allerdings von allen Amateuren genutzt und auch umgesetzt werden kann ist fraglich. Dennoch ist es gerade dieser Bereich, der Fotoamateure wohl am meisten anzieht.

Ich stelle mir gerade Frau Dr. Mettner mit einem Vortrag auf der nächsten Photokina vor: Demonstranten aller großen Fototechnikhersteller versuchen den Vortrag zu sabottieren, der Fototechnikmarkt bricht ein (die Canon EOS 2000 D wird nicht produziert)…was haben sie nur mit ihrem Buch angerichtet?…

“Was in der Fotocommunity ankommt, hat immer ein Zuviel an Farbe und ein Zuwenig an Inhalt.” - Hey, die Frau hat Recht! Die meisten Bilder der Fotocommunitygaleristen sind langweilig und es macht sich dort kaum einer Gedanken über ein eigenes Fotoprojekt (wobei Pauschalisierungen auch in der FC nicht ganz angebracht sind, auch dort gibt es eine Minderheit großartiger Fotogs!). Ich würde mich tierisch freuen wenn jeder, der sich in der FC anmeldet, zuerst dieses Buch lesen müsste um angenommen zu werden (ich fänds auch gut wenn heutzutage jedes Paar ein Pädagogikbuch lesen würde bevor es Kinder bekommt). Wir würden wahrscheinlich viel mehr qualitativ interessante Bilder zu sehen kriegen…

Die Zielgruppe, die Frau Dr. Mettner explizit anspricht ist die der Amateure und Hobbyisten (ein paar andere sicherlich auch…), diese werden wohl nicht besonders erfreut sein, wenn ihnen zuerst ihr Faible für Fototechnik nieder gemacht wird, dann gesagt wird, dass ihre Bilder langweilig sind und schließlich eine Anleitung für einen anderen Weg der Fotografie aufgedrängt wird. Frau Dr. Mettner macht dies natürlich behutsam, akademisch wertvoll, anhand  persönlicher Erlebnisse und in einem sympathischen Ton. Pragmatisch gesehen zweifle ich jedoch daran, dass diese ungroßartigen Fotografen sich ändern werden – und das ist auch gut so! Die (Foto-)Welt braucht auch diese Menschen, sonst wärs doch langweilig.

Sicherlich könnte ich noch stundenlang mit Frau Dr. diskutieren ob man das Pittoreske im (vom Bild lebenden) Medium der Fotografie heutzutage genauso benötigt, wie im letzten Jahrhundert oder über eine Definition von fotografischer Kunst…Aber zuletzt möchte ich nach all meinen kritischen und ironischen Wörtern nur sagen, dass ich ihr Buch SUPER finde – und zwar weil es mich intensiv zum Nachdenken gebracht hat (über Fotografie und die Bilderwelt an sich, ebenso wie über meine eigene Vorgehensweise…).  Eine Kommunikation die einen persönlich erreicht ist eben am Wichtigsten. So kann ich es trotz meiner nonkonformen Ansichten, jedem empfehlen, der ein großartiger Fotograf werden möchte.

P.S.: Hab ich schon erzählt, dass ich nun auf die 5D Mark2 umgestiegen bin Icon Wink in Wie man ein großartiger Fotograf wird  von Dr. Martina Mettner<br>::: zu viel Farbe, zu wenig Inhalt ? :::

Happy Xmas with
::: Hunter S. Thompson :::

Hunter in Happy Xmas with<br>::: Hunter S. Thompson :::

“It`s a strange world.

Some people get rich and others eat shit and die.”

Hunter S. Thompson

(via KFMW)

Noodlez Interview
::: NewWebPick 25 :::

In der aktuellen Ausgabe des internationalen NEWWEBPICK Design-E-Magazins wurde gerade ein Interview+Bilder mit mir veröffentlicht. Ich erzähle warum ich als Kind Schätze unter dem Teppichboden gesucht habe und wieso ich den Papst gerne mit einem Joint in der Hand sehe…Das Magazin steht für ein paar Dollar zum Download bereit und ist vollgepackt mit tollem Design aus der ganzen Welt.

A Xmas Nightmare für jeden Designer und Fotog! Danke NewWebPick!

Noodlez in Noodlez Interview <br> ::: NewWebPick 25 :::

GURU’S JAZZMATAZZ
::: Live in Dortmund :::

Um meine Hip-Hop Wochen hier ausklingen zu lassen- ein paar pics von Guru´s Jazzmatazz Konzert am 14.11 im Dortmunder Domicil.

Guru ist einer der ersten Künstler gewesen, der Hip-Hop und Jazz sinnvoll verschmelzen ließ. Als rappende Hälfte des Hip-Hop Duos „Gang Starr“ ist er auch in härteren Hip-Hop-Kreisen bekannt. Seine „Jazzmatazz“-Reihe hat einen Kultstatus errungen. So arbeitete er zusammen mit Künstlern wie Erykah Badu, Herbie Hancock, Isaac Hayes, Macy Gray, MC Solaar, N’Dea Davenport, Roy Ayers, Kelis und „the Roots“…In Dortmund ist er mit MC Solar und „The 7 Grand Players“ aufgetreten.

Leicht bewaffnet- mit nur einem 50mm 1,4er Objektiv hatte ich ein paar pics geschossen- ohne Blitz, mit viel Iso, wenig Licht und viel Flow Icon Wink in GURUS JAZZMATAZZ <br> ::: Live in Dortmund :::

Joey L raps the shit out of it!
::: Nikon Girl :::

Seit Generationen besteht Beef zwischen den beiden Familien Capulet Canon und Montague Nikon. Tragisch wurde der Battle als Julia Nikon-Girl und Romeo Canon-Boy der Ungeduld ihrer Herzen folgten…
Fuck the systems & watch da shit!

Ruhrpott-Tours
::: Grafcity Dortmund :::

Vor knapp 15 Jahren war Hip-Hop mein Ding- Untergrund-Musik, Graffiti und Breakdance. Mittlerweile hat sich viel verändert- „Aggro-Berlin“ ist HipHop-Hauptstadt, hochtechnisierter Breakdance ist bei TV-Talentshows zu Gast und Graffitilegende „Loomit“ hält Malseminare an Universitäten…Dortmund ist Hip-Hop-technisch gestorben, dachte ich- doch bei einer Locationscouting-Tour stießen wir auf eine bombastische „Hall-of-Fame“ inmitten dem Land der Hoesch Sonne.

Sedcard Shoot
::: Isabel :::

Isabel will professionelles Modell werden. Die entsprechenden Maße hat sie, jetzt fehlten nur noch passende Sedcard-Fotos um sich bei Agenturen vorzustellen. Anbei ein paar pics die bei unserem Studio-shoot entstanden sind. Es freut mich das Isi eine Woche später damit bei ihrer ersten Agentur angenommen wurde.