Mit meinen Kumpels Nixon und Panic-Boy hatte ich in den letzten Monaten mehrere Foto-Touren im Ruhrpott unternommen. Stillgelegte Militärgelände, Industrieruinen und so manch anderer Ort standen auf der Reiseroute. So einige skurrile Objekte haben wir dabei entdeckt und es war manchmal abenteuerlich, wie bei den drei Fragezeichen. Dabei sind Unmengen an Fotos entstanden. Ein paar ausgewählte Aufnahmen möchte ich in dieser neuen Blogserie präsentieren. Den Anfang machen diese Nachtaufnahmen.
Vor ca. 2 Jahren bin ich über www.strobist.com das erste Mal auf Joey Lawrence aufmerksam geworden. Seine Bilder fand ich cool und es war interessant, dass er mit kleinen System-Kompaktblitzen ausleuchtete…ein “Strobist-Kid” eben. Mittlerweile hat der nun 21jährige Joey einige kommerzielle Shoots für bekannte US-Magazine und diverse persönliche Reiseshoots hinter sich. Außerhalb der USA ist er bekannt geworden, weil er die Kinoposter-Fotos für die Teenie-Vampir-Romanze “Twilight” geschossen hat. Mir selber gefallen allerdings seine “persönlichen Reise-Fotos” am besten- nicht gerade Urlaubspics- aber schaut doch selbst www.joeyl.com.
2007 hat er schon eine erste Tutorial-DVD rausgebracht. Diese wurde allerdings in vielen Foren total zerrissen. Ich habe sie selber nicht gesehen- aber die Kritik, daß die DVD mies ist, weil er destruktiv in Photoshop arbeitet, kann ich nicht ganz nachvollziehen. Viele Top-Fotogs haben nix von nondestruktiver Arbeitsweise in PS gehört und kommen auch ohne diese Möglichkeit mit PS ans Ziel. Da spielt wohl auch der Neid mit, wenn man sein junges Alter und die professionelle Qualität seiner Herangehensweise und Bilder betrachtet. Auf seiner neuen Tutorial-DVD macht der Jungspund auf jeden Fall einen reifen Eindruck und das Alter wirkt nur nebensächlich.
Mit ca. 200 Euro für die DVD ist der Preis allerdings schon recht heavy- Zack Arias und David Hobbys Tutorial-DVDs liegen zwar in der gleichen Preisregion, bieten aber deutlich mehr Infos und sind wesentlich länger. Die DVD ist sicherlich keine typische Lern-DVD ala Video2Brain. Es wird eher ein Einblick in die persönlichen Arbeitsweisen, Betrachtungen und Einstellungen von Joey geboten. Man erhält natürlich auch nützliche technische Tipps zum Thema Blitzlicht und Photoshop. Wenn man jedoch Lichttechnik oder digitale Nachbearbeitung lernen will ist die DVD nur eingeschränkt empfehlenswert. (Fortgeschrittene Fotofreaks werden auch keine neuen besonderen Supertricks erfahren). Dazu gibt es bessere DVD´s, www.strobist.com oder diesen Blogartikel .
Wirklich interessant und bedeutend fand ich das DVD-Thema “Business”. Da geht es um so Sachen wie:
“Muss man Fotografie studieren und 10 Assistenzjobs gemacht haben um kommerziell erfolgreich zu werden?”
“Joey fotografiert nur 5% seiner Zeit, den Rest seiner Zeit verbringt er mit Marketing und Businessgesprächen…”
Der Blick hinter die Kulissen seiner Afrika-Shooting-Reise ist auch super. Mit Blitzequipment und Mittelformatkamera durch Wüste und Berge ist echt abenteuerlich…
Erwartet man eine pure technische Tutorial-DVD wird man falsch bedient! Wenn man aber einen hautnahen Eindruck von Shootings, Reisen, Nachbearbeitung und persönlichen Gedanken von Joey L erhalten will ist das Teil TOP! Ich find den Kerl außerdem echt sympathisch und er hat mittlerweile auch mitbekommen wie man nondestruktiv in Photoshop arbeitet .
Ich bin auch als Grafik-Designer tätig und hatte letztens den Job, das Filmposter für den Film “Unter Bauern” zu gestalten. Das Grundlayout wurde mir hierbei schon vorgegeben- eine klassische Dreiteilung. Die beiden Hauptdarsteller (Frau Ferres und Herr Rohde) im oberen Bereich, der Filmtitel mittig und ein Gruppenfoto sollte unten platziert werden. Alle verfügbaren Fotos wurden während der Dreharbeiten geschossen, also alles mit available (Film)light, ohne größeren Bedacht für spätere Druckerzeugnisse. Wenigstens die Bilder der beiden Hauptdarsteller waren qualitativ ganz OK und mußten nur sauber freigestellt und etwas retuschiert werden. Das Gruppenfoto der Darsteller im unteren Bereich hatte allerdings eine absolut grenzwärtige Qualität- vor allem aus Lichtgründen. Es gab keine Alternative, das Bild war das einzige Gruppenfoto. Der Kundenwunsch war nun, diese Gruppe vor einen alten münsterländischen Hof zu stellen.
das finale Poster
Jetzt kommt der Foto-Part:
Ab ins Münsterland und alte Höfe fotgrafieren. Höfe gibts ne Menge, aber diesen “2. Weltkriegslook” hatten jetzt nicht so viele… Außer den Hofgebäuden hatte ich dann auch noch einige Bilder von der münsterländischen Landschaft und mich jagenden Hunden gemacht. Wieder lebendig bei Photoshop angekommen wurden so ca. 10 Höfe freigestellt und hinter die Gruppe gesetzt. Die Ergebnisse waren allesamt unbrauchbar- dieser Hofhintergrund ließ sich einfach nicht harmonisch mit der Gruppe vereinen. Gut, daß ich noch ein paar Landschaftsaufnahmen gemacht hatte. Diese wirkten auch gleich viel passender(wenngleich nicht superrealistisch) und ein Weizenfeld hat schließlich das Rennen gemacht
Dazu noch ein entsättigter Farblook, Billing Block, Logos, Prädikat und eine Prise Darstellernamen und fertig war das münsterländische Allerlei. Sicherlich ist das Poster kein besonderes Kunstwerk, aber es erfüllt seinen Zweck ganz gut. Der bewegende Film ist heute gestartet und wartet in den Kinos auf euch!
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on 28. September 2009, 14:49,
by Noodlez,
under Fotografie.
Profoto Heads from Chase Jarvis, a fat fogmachine borrowed by Drew Gardner & Retoucher Scott Kelby…wußt ichs doch!
Vor ein paar Wochen hat Joe Mc Nally in seinem Blog dazu aufgerufen das Lichtsetup seines “MYSTERY”-Bildes zu entschlüsseln. Eine spannende Aktion, über 200 Vorschläge und heute wurde das Rätsel gelüftet! Mein Vorschlag hat jetzt nicht zu der ganz ernsten Sorte gehört, aber er hat es immerhin zu den erwähnten Lösungsvorschlägen geschafft.
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on 16. September 2009, 16:18,
by Noodlez,
under Fotografie.
Bei Canon DSLR`s hat mir schon immer die Haptik der Wahlräder gefallen. Besonders das große Wahlrad am hinteren Teil, welches die Verschlußzeit ändert oder zum Scrollen benutzt werden kann, steigert den Bedienungskomfort enorm. Da kann Nikon nicht mithalten. Vielleicht sollte Apple mal ne DSLR rausbringen- die “i-cam”, mit Touch-pad und integriertem iTunes…;).
wird sie je erhältlich sein?- die iCam
Wozu ist aber nun dieser Joystick (Multicontroller) gut, der sich bei den aktuellen Canon-Modellen oberhalb des großen Wahlrads befindet?
Damit durchs Menü zu steuern ist OK, aber nicht unbedingt nötig. In den Custom-Funktionen versteckt sich jedoch die Möglichkeit unter “Autofokus/Transport“- die Wahlmethode für das Autofokus-Messfeld auf den Multicontroller zu legen. Das ist eine sehr praktische Sache wenns hektisch zugeht und man schnell den Autofokus-punkt wechseln muß.
Anfangs hatte ich den Autofokuspunkt immer auf dem zentrierten Feld gelassen. Mit diesem Punkt hab ich dann das scharf zu stellende Detail angemessen und dann den Bildausschnitt gewählt. Diese Technik kann funktionieren, aber es kommt eine Fehlerquote vor. Durch das verrücken des Bildausschnitts wird manchmal auch der Schärfepunkt verrückt- der flippt total aus - gerade wenn man offenblendig fotografiert.
Durch die Joystickbedienung wird die Wahl des Autofokuspunkts wirklich intuitiv und der Bildausschnitt muß nicht verrückt werden. Die voreingestellte Möglichkeit den Af-Punkt zu verlegen- Zoomtaste+oberes Wahlrad – ist recht verkrampft zu Drücken und umständlich, da man meist das Auge vom Sucher nehmen muß um die richtige Taste zu suchen. Von einigen Amateurfotogs hab ich schon gehört, daß sie nur die Automatik-Funktion mit allen Autofokuspunkten nutzen…OMG. Die genaue Bestimmung des Schärfepunkts ist mit das Wichtigste und kann nicht im Nachhinein in der Bildbearbeitung korrigiert werden. Check ya Joystick!
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on 30. August 2009, 22:44,
by Noodlez,
under Fotografie.
Sun VS Kompaktblitz
Am heißesten Tag des Jahres, dem 20.8, hatte ich ein freies Fashion-Outdoor-Shooting. Auf dem Weg zur Location zeigte mein Autothermometer wahnsinnige 37 Grad an. Vollgepackt mit Fotoausrüstung, mehreren Blitzstativen und Lichtequipment hatten wir es uns in der Heide gemütlich gemacht. Die Sonne ballerte sehr stark, so daß mein DIY Beautydish (in Kombination mit einem Kompaktblitz) nicht genug Lichtstärke hatte um vernünftig zu belichten. Also mußte ich einige Setups mit den puren Blitzen ausleuchten. Später zog sich der Himmel etwas zu, so daß ich dann auch Lichtformer nutzen konnte. Das war eine echte Zerreißprobe für die Kleinen (Canon 580 EX 1&2), die mehrere Stunden auf voller Power liefen. Außer einem leichten Schmorgeruch haben sie es gut überlebt- dahingegen bin ich irgendwann kollabiert, geschmolzen und in meinem eigenen Schweiß weggeflossen. Möge jemand meine vorher entstandenen Pics hier einstellen.
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on 11. August 2009, 22:13,
by Noodlez,
under Fotografie.
Es gibt so viele tolle Locations, garantiert auch in deiner Nähe.
Mit Hilfe von Google Earth oder Bing Maps kann man so einfach wie noch nie großartige Foto-Locations aufspüren. Trotzdem ist es meist ein kleines Abenteuer, neue (alte) Gelände zu erkunden.
Festes Schuhwerk, reißfeste Klamotten und Taschenlampe sind von Vorteil wenn man sich in Industrieruinen & Co rumtreibt.
Hier ein paar Pics die bei meinen letzten Ruhrpott-Location-Scouting-Touren entstanden sind.
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on 2. August 2009, 19:39,
by Noodlez,
under Photoshop.
Werde zur Photoshopmaschine!
Das Nutzen von Shortcuts in Photoshop trägt zu einer wesentlichen Verbesserung des Workflows bei. Als Grafiker, Retuscheur oder Fotograf kommt es vor, dass diese Shortcuts dutzend- oder sogar hundertfach am Tag benutzt werden. Bei meinem ehemaligen Grafikerjob lag nach mehreren Monaten mit 8 Stunden Photoshop-Action am Tag und As-Soon-As-Possible-Projekten eine Fingergelenkentzündung an. Für gewöhnlich hatte ich die rechte Hand am Grafiktablett (ergonomisch wirklich wertvoll im Vergleich zu einer Maus!!!) und die linke Hand an der Tastatur. Die häufige Verwendung dieser teils recht verkrampften und eintönigen Shortcut-Griffe ist unergonomisch.
Was nun?-
meine linke “Shortcut”-Hand war außer Betrieb. Ein paar Shortcuts kann man gut bei den neueren Wacom-Grafiktabletts auf den Tabletttasten unterbringen und der “Tablettzoomstreifen” ist Gold wert. Da passen aber lange nicht alle Shortcuts drauf…
Aus dieser Notlage heraus hab ich alle meine häufig verwendeten Shortcuts (wie z.B. Strg [bzw.Apfel]-z, Strg-s, Strg-t, Strg-a, Strg-d, Strg-Alt-z, Strg-Shift-s oder mein Liebling Strg-Alt-Shift[Fingerbruch]-e…)
auf den F-Tasten abgelegt. Photoshop bietet die Möglichkeit an, unter Bearbeiten/ Tastaturbefehle (oder Strg-Alt-Shift-k ) die Shortcuts individuell zu belegen. Das hatte den Vorteil alles nur mit der rechten Hand bedienen zu können, auch ohne den Stift abzulegen – indem einfach der Stift zum Drücken benutzt wird. Um nicht alle F-Tastenbelegungen auswendig zu lernen, habe ich einfach einen Zettel oberhalb der Tastatur abgelegt, worauf die neue Tastaturbelegung abgebildet war. Nachdem meine linke Hand wieder verheilt war und ich mittlerweile die F-tasten intus hatte, habe ich die Belegung auch so belassen.
Es ist für die Hand ergonomischer jeweils nur eine Taste zu drücken als zwei oder drei Tasten gleichzeitig, bedienungsfreundlicher und der Workflow ist noch einen Tacken schneller. Probierts aus! Es ist erstmal eine Umgewöhnung, welche aber einen langfristigen Nutzen hat.
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on 20. Juli 2009, 20:07,
by Noodlez,
under Fotografie.
Tiere pflastern den Weg
In der letzten Zeit suchte ich öfters Outdoor-Locations für Modell-Shootings. Als ich, dann nach mehreren Kilometern Wanderung durch Wald und Architekturlandschaften meine entstandenen Pics checkte, fielen mir die vielen Tiere auf, die ich so nebenbei knipste.
Da draußen ist ein wilder Zoo!
Geht bloß nicht in der Natur shooten. Bleibt im Studio!
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on 10. Juli 2009, 17:35,
by Noodlez,
under Fotografie.
HD ROCKS
Die Darstellung von Bildern im Web ist meist auf wenige Pixel reduziert. In Zeiten wo 10 Megapixel nix besonderes mehr sind und ich ein detailgeiler Nerd bin- liegt es nahe eine HD Foto-Slideshow zu erstellen. Danke an die großen Webvideoanbieter für die HD-Darstellung. Das ich auch ein Freund bewegter Bilder bin, sieht man hoffentlich-Viel Spaß beim zuschauen.